Elementare Pilzfotografie-Basics

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Viele Beobachtungen hier zeigen einen Pilz nur in der Aufsicht, und die Beobachter wundern sich dann vielleicht warum sie nie eine Bestimmung erhalten. Der Grund dafür ist, dass ausgerechnet die Aufsicht zu den uninteressantesten Aspekten von Pilzen gehört. Viel spannender ist die Unterseite des Hutes.

Ein Beispiel:
© lpsedillo
Dieses Bild kann nicht nur für viele verschiedene Pilzarten, sondern sogar für völlig unterschiedliche Pilzfamilien stehen.

Erst die Unterseite bringt die Wahrheit an den Tag:

© lpsedillo
Hier handelt es sich um einen Semmelstoppelpilz, mit feinen Stacheln auf der Hutunterseite.

© kalomu
Und hier handelt es sich um einen Pfifferling, mit Leisten auf der Hutunterseite.

Wohlbemerkt - von oben betrachtet sehen beide Pilze praktisch gleich aus.

Hier ein paar sehr elementare Regeln:

  • Mehrere Aufnahmen machen, sodass zumindest die Hutober- und unterseite sowie der Stiel sichtbar sind.
  • Zumindest eine Aufnahme sollte den Pilz in seiner natürlichen Umgebung zeigen (also nicht ausschließlich in der Bratpfanne).
  • Möglichst mehrere Exemplare fotografieren.
  • Bei vielen Pilzarten ist eine Aufnahme mit einem vertikalen Schnitt durch den Fruchtkörper hilfreich oder zumindest ein Foto von einem Anbruch, falls kein Messer vorhanden.

Ein paar zusätzliche Angaben wie Geruch, Umgebung (Laub-/Nadelwald) etc. werden die Identifikationsrate beträchtlich steigern.

@kalomu, @lpsedillo Thank you for sharing your photos.

Posted by wormsy wormsy, September 25, 2021 08:11

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